Honig & Salz
Warum Honig so gesund für den menschlichen Körper ist und welche Funktion Salz in Kombination mit dem Honig hat.

Was macht Honig in unserem Körper und im Brot ?
Der süße Honig entsteht, wenn Honigbienen aus dem weiten Umkreis den Blütennektar sammeln, um ihn im Zentrum des Bienenstockes der sechseckigen Waben zu Honig zu bereiten. Der Honig entfaltet dadurch eine starke Formkraft und vermittelt dem Menschen zugleich erwärmende sowie schützend-heilsame Impulse.
Was im Geschmackssinn des Menschen lebt, wenn er Honig zu sich nimmt, wird auf anschauliche Weise von Heinz Grill aus geistiger Forschung beschrieben:
„Isst der Mensch nun den Honig, jene Substanz, welcher der Nektar aus dem weiten Blütenmeer der Natur zugrunde liegt, so nimmt er damit auch teil an dieser Weite. Er nimmt die Süße von Hunderten von Blüten in sich auf.“ 1
Der Autor führt weiter aus, dass das Erleben des Schmeckens nicht nur als ein mechanischer Vorgang zu sehen ist, denn die Süße des Honigs hat etwas Ausdehnendes, etwas das nach Weite und Offenheit hinausstrebt. Und so kommt der Mensch im Geschmackssinn direkt in Beziehung mit der Welt und deren Ursache. Denn der Sinnesreiz ist unmittelbar mit dem Bewusstsein verknüpft.
Bei der Herstellung des Honig-Salz-Brotes werden die Zutaten Honig und Salz miteinander vermengt. Der Honig als „verinnerlichte Sonne“, der in der Sechseckform der Wabe kosmische Licht- und Wärmekräfte in sich trägt. Und das kristalline Salz, das als Steinsalz aus dem Gestein unter Tage abgebaut wird und erdennah ist, bilden einen polaren Gegensatz.
Wie sich zwischen dem süßen Honig und dem mineralischen Salz ein Kraftfeld entfalten kann, erläutert Heinz Grill aus seinen geisteswissenschaftlichen Forschungen heraus:
„Der Honig ist das hinausstrebende, das Salz das zusammenziehende Element. In einem bestimmten Verhältnis zueinander ergeben diese beiden extremen Substanzen eine treibende Kraft für den Brotteig.“ 1
Ölgemälde Claude Monet, Getreidefeld mit Mohn
sechseckige Wabenstruktur

Woraus besteht Honig?
Honig besteht aus einer komplexen Mischung aus Kohlenhydraten und anderen Substanzen wie organischen Säuren, Aminosäuren, Proteinen, Mineralien, Vitaminen und Lipiden.
In fast allen Honigsorten dominiert der Fruchtzucker (Fructose). Der Traubenzucker (Glukose) ist der zweite Hauptzucker. Diese beiden Zucker machen fast 85-95% der gesamten Honigkohlenhydrate aus. Der Anteil der Mineralstoffe beträgt etwa 0,1–0,2 % der Honigzusammensetzung.
Honig wirkt aufgrund seiner natürlichen Inhaltsstoffe antibakteriell, also keimtötend gegen eine Vielzahl von Mikroorganismen.
Der natürliche Zucker im Honig unterstützt den Körper, die Mineralien (Elektrolyte) des Salzes effizienter aufzunehmen. Er enthält außerdem eine Mischung aus Flavonoiden und Phenolsäuren. Dabei handelt es sich um Antioxidantien, die potenziell schädliche freie Radikale im menschlichen Körper neutralisieren.

Das Salz als Gegenpol zu Honig
Das Salz hat je nach Herkunft unterschiedliche Geschmacksqualitäten.
Eine anregende praktische Übung ist das Empfinden beim Schmecken von verschiedenen Salzherkünften bewusst wahrzunehmen und des weiteren die Empfindungen zu beschreiben.
Jakob Böhme (1575-1624, deutscher Mystiker, Philosoph und christlicher Theosoph) entwickelte die Idee, dass alle Dinge eine „Signatur“ tragen – ein inneres Zeichen, das ihr göttliches Wesen ausdrückt. So beschrieb er in dem Werk „De signatura rerum“, „Von der Geburt und Bezeichnung aller Wesen“:
„Alle Schärfe des Geschmacks ist Salz“
Das, was Dingen Substanz, Greifbarkeit und auch Geschmack gibt, ist das „Salz-Prinzip.“
Der Geistforscher Heinz Grill charakterisiert auf sehr tiefsinnige Weise das Empfinden beim Schmecken von Salz.
Salz wird sofort wahrgenommen, sobald das Salz die Zunge berührt. Es „weckt“ die Zunge förmlich und hat einen beißenden Charakter. Durch das Mineralische werden die Geschmacksnerven wachgerufen.
„Wird dieses Erleben des Salzes auf bildhafte Weise studiert, so bricht beim Schmecken von Salz im Moment der Körper.“ 1
Quellenangaben
1 Heinz Grill: Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung, Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 138, S. 140