Der Unterschied von Hefebrot zu fermentiertem Brot

11. 08. 2026

Wie unterscheidet sich aus geistiger Sicht das fertige Hefebrot vom fermentierten Brot, da durch die hohe Wärme beim Backen alle Gärungsprozesse beendet werden?

Nach dem Backvorgang des Brotes über 200°C verbleiben keine lebendigen Bakterienkulturen mehr. So könnte man vermuten, dass der vorhergehende Prozess der Teigführung, ob mit Hefe oder Honig-Salz keinerlei Bedeutung mehr hat.

Die Milchsäure aber bleibt erhalten und im Brot wird der vorhergehende Produktionsprozess wie abgebildet.

Um diese Qualität des Brotes näher beurteilen zu können, werden die Begriffe Ätherkräfte* und Komplementärkräfte eingeführt, wie diese in der geistigen Forschung bei Heinz Grill beschrieben werden:

„Die sogenannten Ätherkräfte, die eine Art inneres Energievermögen, das in der Substanz weiterlebt, beschreiben, geben einen wichtigen Aufschluss über das gegebene Brot und seine Qualität.“

Lebewesen und Substanzen bestehen nicht nur aus physischer Materie, sondern auch aus nicht mit den physischen Augen sichtbaren Ätherkräften oder Lebenskräften. Diese Kräfte organisieren und erhalten den Körper und die Substanz lebendig. Sie sind überall in Menschen und in der Natur wirksam und steuern formgebend und strukturbildend das Wachstum. Ohne Ätherkräfte stirbt jede Pflanze und der Mensch.

Ein Brot ist deshalb, wie Heinz Grill es beschreibt, auch nach dem Backvorgang, der die Mikroorganismen tötet, noch immer ein erhabenes und dynamisches Nahrungsmittel. Es ist durchgestaltet und hat Form. Das Brot verkörpert daher das Urbild des Lebens.

Es zeichnet sich aufgrund seiner Ätherkräfte aus, die Heinz Grill im Sinne von Komplementärkraft charakterisiert.

„Alle Ätherkräfte arbeiten nach einem Prinzip der Bewegung, dass sich gegenseitig bedingt und ergänzt.“

  • „Komplementär“ kommt vom lateinischen complementum und bedeutet Ergänzung.
    Eine Komplementärkraft ist also eine Kraft, die eine andere Kraft ergänzt, ein Gleichgewicht herstellt oder zusammen mit einer Gegenkraft ein System stabilisiert.
  • Nur durch das Zusammenspiel zweier gegensätzlicher Kräfte entstehen Entwicklung (Absterben und Neuentstehen), Form (Ausdehnen und Zusammenziehen) oder Bewegung (Aktivität und Ruhe).

Abb.1: Ganzheitlichkeit des Menschen in „dreifacher Dreigliedrigkeit“ Heinz Grill

„Es ist ein Kreis mit einem darin liegenden plastischen Tetraeder. Die zentrierende Tiefe befindet sich im Mittelpunkt, während der Kreis die Figur des Tetraeders umspannt“

„Der Kreis äußert eine Art Weite oder ein Umfeld. Der Kreis soll in etwa den Kosmos bezeichnen, der Kreismittelpunkt oder das Zentrum hingegen die Erdenmitte oder allgemein die materielle Mitte. Tiefe auf der einen Seite und Umkreisbewegung auf der anderen Seite kennzeichnen den Feuer- oder Wärmeäther.“

 Diese komplementäre Wirkung der Ätherkräfte am Beispiel des Feuer-Wärmeäthers, mit einer Zentrierung nach innen und einem Umkreiswirken durchweben das Brot. Es bildet sich daher zu einem, wie es Heinz Grill ausdrückt „sorgfältig bemessenen Ausdruck oder Abdruck des Kosmischen“.

Das günstig vergorene milchsaure Brot kann diese Tiefenwirkung bis hinein in den Organismus bringen. Dies hat eine stabilisierende Wirkung auf das Immunsystem.

So wird das Getreide durch den Verwandlungsprozess auf eine dynamische Stufe veredelt und kann den Eiweißstoffwechsel im Körper sehr günstig beeinflussen.  

Bei der alkoholischen Gärung im Hefebrot wird hingegen das Energievermögen oder die Ätherkraft durch den Alkohol zerstört. Nach geistiger Sicht der Äther zeigt das Hefebrot nach dem Backvorgang einen nach innen dunklen Punkt, der Abdunklung gegenüber Lichtkräften und eine sich auflösende Tendenz nach außen.

Es fehlt dem Hefebrot die lichtfördernde Seite der Milchsäure.  Beim Honig Salz Brot kommt durch den Milchsäureprozess, welche dem Brotlaib eine neue Form und Ausdehnung gegeben hat und dem hohen Anteil an Milchsäure (95  % an der gesamt gebildeten Säure) nach dem Backen dem Menschen eine Zentrumskraft und ausstrahlende lichte Seite an erbauender Äthersubstanz entgegen. Dies wirkt gesundend auf die Verdauung.

Heinz Grill weist darauf hin, wenn das gesunde Milieu im unteren Bauchbereich fehlt, so bilden sich die verschiedensten Fäulniserreger und verdunkeln in einer gewissen Weise den gesamten Organismus.

„Die Krankheit ist eine häufige Erscheinung eines bestehenden ungünstigen Niveaus in der Dünndarmflora. Durch diesen Zusammenhang lässt sich bereits erstmal erkennen, dass eine Beziehung zwischen der menschlichen Ausstrahlung, die normalerweise hell und kristallklar, das heißt kieselfreudig, sein sollte und dem innersten Verdauungsniveau, das gesund, kräftig und von einem ausgeglichenen und nicht zu sauren oder gar toxikologischen Niveau getragen sein darf, besteht.“

Heinz Grill: Die Milchsäure und ihre Bedeutung für die GEsundheit. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9817200-1-3.